Berufe auf dem Bau

„Gebaut wird immer“ ist ein bekanntes Sprichwort. Damit deutsche Baustellen aber nicht still stehen, ist geschultes und qualifiziertes Personal auf dem Bau gefragt. Wir sagen dir, welche Berufe es auf dem Bau gibt.



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Anlagenmechaniker SHK

Anlagenmechaniker/innen für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik installieren und warten alle wasserführenden Leitungen. Dazu gehört die Trinkwasserinstallation genauso wie die Heizungstechnik und dazugehörigen Rohrleitungen. Im Gewerbe oder im gehobenen Neubau werden zudem immer mehr Klima- und Lüftungssysteme von den Fachkräften in Betrieb genommen und später gewartet.

Aufgaben

  • Planen
    • Arbeiten planen
    • Materialbedarf berechnen
    • Material beschaffen
  • Installieren & Erstinbetriebnahme
    • Heizungsanlage
    • Heizkörper bzw. Flächen- oder Fußbodenheizungen
    • Rohrleitungen (Kalt-, Warmwasser, und Heizung)
    • Regenwassernutzungsanlage
    • Mess-, Steuer- und Regelungssysteme
    • Sanitäre Einrichtungen (Badewanne, Waschbecken, Duschen, Toiletten)
  • Warten
    • Wartung, Inspektion und vorbeugende Instandsetzung
    • Notfalleinsätze bei Havarien (z. B. Rohrbruch)
    • Reinigung von versorgungstechnischen Anlagen
  • Beraten
    • Anwenderschulungen
    • Ansprechpartner für technische Fragen

Ausbildung

Die Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik ist eine duale Ausbildung im Handwerk. Die Ausbildungsdauer beträgt 3,5 Jahre. Während der Ausbildung kannst du dich auf mindestens einer der folgenden Einsatzgebiete spezialisieren:

  • Sanitärtechnik
  • Heizungstechnik
  • Lüftungs- und Klimatechnik
  • erneuerbare Energien und Umwelttechnik

Karriere

Geeignet für den Beruf als Anlagenmechaniker SHK bist du, wenn du technisches Interesse und handwerkliches Geschick mitbringst. Nach deiner Ausbildung könntest du deine Meisterprüfung ablegen. Dadurch hast du die Möglichkeit einen eigenen Handwerksbetrieb zu führen oder in einem größeren Unternehmen eine Führungsposition zu erlangen. Möchte man seinen Berufsweg im kaufmännischen Bereich fortführen, dann wäre eine kaufmännische Weiterbildung als Betriebswirt nach der Ausbildung ebenfalls möglich.

Baugeräteführer

Baugeräteführer steuern alle möglichen Maschinen auf der Baustelle. Umgangssprachlich wird der Beruf eines Baugeräteführers auch als Baggerfahrer bezeichnet. Dabei ist der Beruf durchaus vielseitig. Je nach Arbeitgeber und Einsatzort werden unterschiedliche Baugeräte wie zum Beispiel Kräne, Planierraupen, Walzen, Bagger oder Ähnliche von den Fachkräften geführt. Außerdem warten und pflegen Baugeräteführer die ihnen anvertrauten Baumaschinen, erledigen kleinere Reparaturen und rüsten die Baumaschinen bei Bedarf um, z. B. wechseln sie mobile Zusatzgeräte aus.

Aufgaben

  • Bauarbeiten vorbereiten
  • Baugeräte bedienen
    • Arbeitsmaschinen zur Unterstützung der Bauarbeiten einsetzen (z. B. ausheben, planieren, verdichten, transportieren oder abreißen)
    • Umrüstung von mobilen Anbau-/Zusatzgeräten
  • Baugeräte warten und instand setzen
    • Schmier- und Kraftstoffe überwachen und nachfüllen bzw. wechseln
    • Funktionsprüfung durchführen
    • Störungen feststellen
    • Maßnahmen zur Fehlerbeseitigung einleiten
  • Sicherheits-, Unfallverhütungs- und Umweltschutzbestimmungen

Ausbildung

Die Ausbildung zum Baugeräteführer/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie und im Handwerk.

Karriere

Als Baugeräteführer hat man nach der Ausbildung einige Möglichkeiten beruflich weiterzukommen. Denkbar ist eine Weiterbildung als Baumaschinenmeister, Ausbilder oder zum Techniker, mit dem Ziel einen Job als Baustellenleiter oder eine andere Führungsposition zu bekommen. Daneben erfüllst du als Baugeräteführer nach deiner Ausbildung die Zugangsvoraussetzungen für ein technisches oder kaufmännisches Studium.

Bauhelfer

Bauhelfer führen in Industrie- und Handwerksbetrieben meist einfachere oder zuarbeitende Tätigkeiten aus. Je nach Einsatzgebiet bauen Helfer auf der Baustelle z. B. Gerüste auf, bedienen Baumaschinen und übernehmen Transport-, Lager-, Abbruch-, Grabungs-, Aufräum- sowie Reinigungsarbeiten.



Aufgaben

  • Baustelle vorbereiten
    • Gerüste und Rampen auf- und abbauen
    • Materialien auf Baustelle tragen und entladen
    • Abdeckplanen verlegen
    • Verkehrs- und Warnschilder aufstellen
  • Während der Bauarbeiten
    • Geräte und Maschinen bedienen (z. B. Bohrmaschine, Presslufthammer)
    • Baustoffe vorbereiten (z. B. Zement)
    • Mörtel mischen und betonieren
    • Abbrucharbeiten ausführen
  • Nach den Bauarbeiten
    • Schutt und Material entsorgen
    • Bauschutt abtransportieren
    • Fahrzeuge beladen
    • Baustelle aufräumen

Ausbildung

Bauhelfer und Bauhelferinnen arbeiten überwiegend nach Anweisung von einer Fachkraft auf dem Bau oder Vorarbeiter. Als Bauhelfer kann man ohne Ausbildung und ohne gute Deutschkenntnisse arbeiten. Handwerkliches Geschick und eine gute Fitness sollte man dennoch für diesen Beruf auf dem Bau mitbringen.

Karriere

Für den Job als Helfer auf der Baustelle ist keine Ausbildung notwendig. Als Hilfsarbeiter wirst du von einem erfahrenen Kollegen eingearbeitet. Einige Stellenangebote als Bauhelfer werden in Vollzeit ausgeschrieben. Hat man einige Jahre als Bauhelfer ohne Ausbildung gearbeitet, hast du die Möglichkeit eine Externenprüfung abzulegen und so ohne reguläre Ausbildung den qualifizierten Berufsabschluss für deinen Tätigkeitsbereich (z. B. zur Fachkraft im Straßenbau, Tiefbaubau oder als Rohrleitungsbauer) nachholen.

Bauingenieur

Bauingenieure und Bauingenieurinnen erarbeiten Entwürfe und Ausführungspläne für verschiedene Gebäudetypen. Gebäude. Mithilfe von statischen Berechnungen bemessen sie Bauteile und planen das Tragwerk. Ebenso entscheiden sie über das Bauverfahren und entwickeln für schwierige Vorhaben auch neue Lösungen.

Während der Bauausführung übernehmen die Fachkräfte häufig die Bauleitung und sorgen vor Ort für einen reibungslosen und wirtschaftlichen Betrieb der Baustelle. Dazu gehört vor allem die Abnahme von Bauleistungen und die frühzeitige Erkennung von Mängeln. Bei festgestellten Mängel während der Bauphase kümmern sie sich um die Beseitigung und überwachen den Baufortschritt sowie Einhaltung des Zeitplans.

Aufgaben

  • Allgemeine Tätigkeiten
    • Planung, Konzeption und Durchführung von Bauprojekten
    • Durchführung statischer und erdstatischer Berechnungen
    • Prüfung der Umsetzbarkeit von Architektenentwürfen
    • Prüfung der Wirtschaftlichkeit von Baumaßnahmen
    • Abnahme von erbrachten Bauleistungen
    • Erstellung von Ausschreibungs- und Angebotsunterlagen
    • Unterstützung bei der Beschaffung von Maschinen, Geräten und Materialien
  • Als Bauleiter
    • Koordination der Baumaßnahmen
    • Erstellung von Ablaufplänen
    • Qualitätssicherung während der Bauphase
    • Kontrolle und Durchsetzung von Sicherheits- und Gesundheitsmaßnahmen auf der Baustelle
    • Überwachung des Baufortschritts hinsichtlich des Zeitplans
    • Überprüfung von gesetzlichen und behördlichen Verpflichtungen
    • Verhandlungen und Absprachen mit dem Bauherrn
    • Einholen von Kostenvoranschlägen
    • Kostenkontrolle und Rechnungsprüfung
    • Abnahme von Lieferungen und Leistungen von Mitarbeitern und Fremdfirmen
    • Fehleranalysen und Sicherstellung der fachgerechten Mängelbeseitigung
  • Als Bautechniker bzw. Vermessungstechniker
    • Unterstützung der Bauleitung (Planung, Koordinierung, Angebotseinholung, Abrechnung)
    • Entwerfen, Berechnen und Zeichnen mit CAD-Programmen
    • Bemessung & Beschaffung von Materialien sowie Maschinen
    • Kostenaufstellung & Arbeitszeitbemessung
    • Fortlaufende Qualitätssicherung auf der Baustelle (Identifikation von Messfehlern & Kontrolle)
    • Technische Beratung der Fachabteilungen
    • Einweisung der Arbeiter vor Ort auf Baustellen
    • Vermessung von Bauwerken und Gelände
    • Festhalten, Berechnung und Auswertung von Daten
    • Erstellung von Plänen und Karten

Ausbildung

Ein Bauingenieur hat üblicherweise ein Studiengang mit dem Fokus auf das Bauwesen absolviert. Zu den relevanten Studienfächern gehören das Bauingenieurwesen, Baumanagement und Baubetrieb, Bautechnik bzw. Bauingenieurtechnik oder Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung Bau.

Karriere

Die Baubranche hatte ihre Höhen und Tiefen. Fakt ist jedoch auch, dass die Baubranche sich nach jeder Krise wieder erholt hat und als zukunftsträchtig gilt.

Mit einem Studienabschluss im Bauingenieurwesen bist du gefragt, um große gesellschaftliche Themen anzugehen – sei es zu Mobilität und Verkehrsplanung, Umweltschutz, Energieeffizienz oder Stadtentwicklung und -gestaltung. Empfehlenswert ist eine Weiterbildung im jeweiligen Spezialgebiet. Besonders zukunftsträchtig und mit guten Karrierechancen verbunden sind alle Themen rund um den Umweltschutz und Energieeffizienz (z. B. als Berater für Energieeffizienz).

Beton- und Stahlbetonbauer

Als Beton- und Stahlbetonbauer mischst und verarbeitest du Beton. Arbeiten wirst du überall dort, wo Beton verarbeitet wird, also bei Neubauten, Sanierungen oder Modernisierungen von Wohnungen sowie andere Bauwerke, wie zum Beispiel Brücken oder Tunnel.

Aufgaben

  • Vorbereiten
    • Bauen Gerüste auf
    • Vermessen Bauwerke und Bauteile
    • Prüfen Baupläne und legen die Arbeitsschritte fest
  • Mischen
    • Stellen den Beton anhand einer Rezeptur her
    • Bedienen Mischmaschinen und Rührgeräte
    • Prüfen die Dichtheit des Betons
  • Bauen & Verarbeiten
    • Befördern den Beton in die Schalungen
    • Beton mit Stahlbewehrungen verstärken
    • Bearbeiten die hart gewordene Betonoberfläche mithilfe von Maschinen
    • Bauen Dämmstoffe für den Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutz ein
    • Dichten das Bauwerk gegen Feuchtigkeit ab
  • Nachbereiten
    • Prüfen, ob alle vorgegebenen Maße eingehalten wurden
    • Bauen Gerüste ab
    • Entsorgen alle Restmaterial gemäß Sicherheits- und Umweltrichtlinien

Ausbildung

Die Ausbildung zum Beton- und Stahlbetonbauer/-in dauert 3 Jahre und eignet sich für Bewerber mit einem Hauptschulabschluss oder höheren Schulabschluss. Gut geeignet für den Beruf als Beton- und Stahlbetonbauer bist du, wenn körperlich fit bist und die Arbeit im Freien dir Spaß macht. Der Beruf erfordert ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen und handwerkliches Geschick.

Karriere

Nach deiner Ausbildung zum Beton- und Stahlbetonbauer, hast du mehrere Karrieremöglichkeiten. Möchtest du dich selbständig machen, dann ist wahrscheinlich eine Meisterausbildung für dich richtig. Ist eine Führungsaufgabe für dich richtig, dann kannst du dich entweder zum Bautechniker oder dich als geprüfter Polier (Weisungsberechtigter auf der Baustelle) weiterbilden lassen.

Alternativ zu einer Weiterbildung erfüllst du nach der Ausbildung die Zugangsvoraussetzung für ein Studium, z. B. im Bauingenieurwesen. Mit einem Studium kannst du dich als Projektmanager oder Führungskraft in einem Bauunternehmen qualifizieren.

Gärtner

Der Gärtner entwerfen, realisieren und pflegen Grünflächen. Dazu gehören private Gärten, Parks oder öffentliche Grünflächen an Straßen oder Gleisen. Dabei kümmerst du dich als Gärtner sowohl um den Hecken- und Baumschnitt als auch um das Rasenmähen oder das Einsetzen von neuen Pflanzen. Als Gärtner bist du ebenfalls der Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Handbewässerung und automatische Bewässerungsanlagen.

Aufgaben

  • Arbeiten vorbereiten und planen
    • Arbeitsmaterial und Pflanzen besorgen
    • Pläne und Aufmaße erstellen
    • Arbeitsfläche abgrenzen
  • Außenanlagen erstellen
    • Wege pflastern
    • Zäune und Lärmschutzwände erreichen
    • Treppen und Trockenmauern errichten
    • Beregnungs- bzw. Bewässerungsanlagen installieren und warten
  • Begrünen
    • Neue Pflanzen setzen
    • Schneiden Hecken, Gräser oder Ähnliches
    • Kranke oder tote Pflanzen entfernen
  • Gartengeräte pflegen und warten (Schaufel, Minibagger, Gießkanne, Schubkarre, Gartenschere usw.)
  • Biotope anlegen
  • Mülldeponien pflegen

Ausbildung

Die Ausbildung zum Gärtner dauert 3 Jahre und besteht aus einem praktischen und schulischen Teil. Als Gärtner entscheidet man sich in der Regel für eine Fachrichtung, in der man sein Wissen während der Ausbildung vertieft. Mögliche Fachrichtungen sind der Zierpflanzenbau, Obstbau, Staudengärtnerei, Baumschule, Gemüsebau, Friedhofsgärtnerei oder der Garten- und Landschaftsbau.

Karriere

Nach einer Ausbildung zum Gärtner hast du mehrere Karrierewege, die dir offen stehen. Möchtest du dich selbständig machen, dann ist eine Weiterbildung als Gärtnermeister empfehlenswert. Entscheidest du dich dagegen für eine kaufmännische Karriere, dann könnte die Zusatzqualifikation zum staatlichen geprüften Agrarbetriebswirt für dich richtig sein. Als Agrarbetriebswirt lernst du die kaufmännische Verwaltung eines landwirtschaftlichen Betriebes.

Nach der Ausbildung hat man ebenfalls die Hochschulzugangsberechtigung erworben und du kannst zum Beispiel einen Bachelorabschluss im Studienfach Gartenbauwissenschaften anstreben.

Gleisbauer

Gleisbauer bauen, erneuern und prüfen die Schienennetze. Dazu gehört die fortlaufende Kontrolle von Gleisanlagen, das Verlegen von neuen Gleisanlagen oder die Wiederherstellung von alten abgenutzten Schienen und Weichen. Bei diesem technisch anspruchsvollen Beruf werden moderne Baumaschinen (wie man sie aus dem Tiefbau kennt) und Gleisbaumaschinen eingesetzt.

Aufgaben

  • Baustelle vorbereiten
    • Baustelle abgrenzen, einrichten und absichern
    • Geräte, Maschinen und Materialien bereithalten
  • Planen und vermessen
    • Spurweite, Spurrichtung, Querhöhenlage, Hoch- und Tiefpunkte der Gleisführung planen und vermessen
    • Messfahrzeuge steuern oder manuelle optische Messgeräte bedienen
  • Gleisbaumaßnahmen durchführen
    • Gleisricht- und Gleisstopfmaschinen bedienen
    • Verschlissene Schienen und andere Gleisbestandteile austauschen
    • Schraubenmuttern nachziehen
    • Schotter einbringen und verdichten
    • Schweißarbeiten durchführen
    • Entwässerungsanlagen pflegen und instandsetzen
  • Erdarbeiten ausführen
    • Gleisbett auffüllen und verdichten
    • Tiefentwässerungsanlagen herstellen und profilieren
  • Baumaschinen und -geräte für den Gleisbau führen und bedienen
  • Ergebnisprüfung und Ausführungsqualität bewerten

Ausbildung

Die duale Ausbildung zum Gleisbauer dauert 3 Jahre. Für die Ausbildung sollte man eine gute körperliche Fitness, handwerkliches Geschick und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen mitbringen.

Quereinsteiger ohne abgeschlossene Ausbildung zum Gleisbauer sollten für den Beruf jedoch mindestens eine Ausbildung im Tiefbau, Stahl- und Betonbau, Maurer oder Metallbauer mitbringen. Ohne abgeschlossene Ausbildung, hat man die Option als Bauhelfer bzw. Gleisbauhelfer den Direkteinstieg in den Beruf zu schaffen.

Karriere

Nach deiner Ausbildung zum Gleisbauer hast du mehrere Karrierewege, die dir offen stehen. Zum einen kannst du dich zum Techniker oder Gleisbaumeister weiterbilden lassen und dadurch ein technisches Wissen erweitern. Strebst du eine Führungsposition auf der Baustelle oder eine Projektleiterrolle an, dann wäre ein Studium im Bauingenieurwesen oder Weiterbildung als Polier im Tiefbau für dich eine Option.

Kaufmännisch interessierte Gleisbauer mit Organisationstalent steht der Weg nach der Ausbildung zum technischen Fachwirt offen. Als technischer Fachwirt qualifizierst du dich für eine Rolle als Projektmanager oder Führungsposition im kaufmännischen Bereich.

Maurer

Maurer fertigen aus einzelnen Steinen einen Rohbau für Wohn- und Geschäftsgebäude an. Dazu gehört die Montage von Fertigteilen sowie die Verarbeitung von Dämm- und Isoliermaterialien. In dem Arbeitsalltag arbeiten Maurer oft im Freien und bedienen dort Rüttelmaschinen, Mischmaschinen, Steinschneidemaschinen und andere Baugeräte, um die Außen- und Innenwände entsprechend den Bauplänen in Form zu bringen.



Aufgaben

  • Baustelle vorbereiten
    • Baustellen einrichten und absichern
    • Bauplan prüfen und ggf. Unstimmigkeiten klären
    • ggf. Baugruben ausheben
    • ggf. Gerüste bauen
  • Mauerwerk herstellen
    • Mörtel oder Beton mischen
    • Fundamente betonieren
    • Zwischenwände mauern
    • Deckenträger verlegen und einbauen
    • Beton- oder Stahlbetontreppen einbauen
  • Innen- und Außenputz herstellen
    • Putzträger auswählen und anbringen
    • Putzmaschinen bedienen
  • Dämm- und Isolierstoffe einbauen
  • Estriche und Bodenbeläge herstellen
  • Mauerwerk veredeln, Außenwandbekleidungen herstellen
  • Abbruch- und Stemmarbeiten ausführen
  • Baumaschinen und -geräte bedienen
  • Aufmaßplan erstellen

Ausbildung

Die Ausbildung zum Maurer dauert 3 Jahre und eignet sich für Bewerber mit allen Schulabschlüssen. Für den Beruf als Maurer sollte man handwerkliches Geschick, gutes Vorstellungsvermögen und Spaß an körperlicher Arbeit im Freien mitbringen.

Quereinsteiger ohne abgeschlossene Ausbildung, die einen Direkteinstieg in den Beruf schaffen wollen, können sich als Bauhelfer bzw. Maurerhelfer bewerben.

Karriere

Nach der Ausbildung als Maurer hat man eine Reihe von Möglichkeiten sein berufliches Wissen aktuell zu halten und seine Verdienst- und Karrieremöglichkeiten zu verbessern.

Ein zukunftsträchtiges Weiterbildungsthema ist z. B. das serielle oder modulare Bauen. Gerne gesehen ist ebenfalls eine Zusatzqualifikation als Baumaschinenführer. Alternativ hat man die Möglichkeit, sich als Maurer- und Betonbaumeister selbständig zu machen. Strebt man dagegen eine Führungsposition in einem Unternehmen an, dann wäre eine Fortbildung als Polier oder Techniker empfehlenswert.

Ebenfalls denkbar wäre nach der Ausbildung ein bautechnisches Studium oder für künstlerisch begabte ein Architekturstudium.

Rohrleitungsbauer

Rohrleitungsbauer stellen alle Rohrleitungssysteme für unsere Grundversorgung her. Dazu zählen Rohrsysteme für Wasser, Gas, Öl oder Fernwärme. Die meisten Rohrsysteme befinden sich unterirdisch, sodass die Rohre für Wartungs- oder Reparaturarbeiten zuerst freigelegt werden müssen. Zum Alltag eines Rohrleitungsbauers gehört das ausheben und freilegen von Rohren mithilfe von Baugeräten genauso wie ein geübter Umgang mit Schweißgeräten.

Aufgaben

  • Planen und vorbereiten
    • Rohrleitung planen
    • Rohrleitungsplan lesen und/oder zeichnen
  • Baustelle und Erdarbeiten
    • Baustelle sichern
    • Mithilfe von Baumaschinen die Rohre ausgraben
    • Nach den Arbeiten: Baugrube schließen und verdichten
  • Montage, Reparatur und Wartung
    • Rohrleitungen montieren und verlegen
    • Hausanschlüssen für Gas und Wasser herstellen
    • Montage von Armaturen an Knotenpunkten der Leitungen
    • Metall- und Kunststoffverarbeitung
    • Rohrelemente verschweißen
    • Einbringen von Messvorrichtungen, Abzweigungen oder Absperrungen
    • Nach der Montage: Dichtheitsprüfung

Ausbildung

Die Ausbildung zum Rohrleitungsbauer dauert 3 Jahre und gehört zu den Ausbildungsberufen auf dem Bau, mit der besten Ausbildungsvergütung. Für die Ausbildung mindestens ein Hauptschulabschluss erforderlich. Höhere Abschlüsse werden ebenfalls gerne gesehen. Für die Ausbildung solltest du handwerklich geschickt sein und Spaß an der Metallbearbeitung haben.

Karriere

Der Beruf eines Rohrleitungsbauers gehört zu den krisensicheren Berufen auf dem Bau. Das öffentliche Versorgungsnetz muss stetig gewartet, erweitert oder ausgetauscht werden.

Nach der Ausbildung kannst du sowohl in Tiefbauunternehmen als auch in Betrieben der Energie- und Wasserversorgung weiter Karriere machen. Als Aufstiegsweiterbildung steht dir zum Beispiel der Berufsweg als Netzmeister offen. Im kaufmännischen Bereich ist eine Fortbildung zum technischen Fachwirt oder ein weiterführendes Studium empfehlenswert.

Straßenbauer

Straßenbauen stellen den Belag von Straßen, Platzen und Wegen sowie den dazugehörigen Unterbau her. Als Straßenbauer bist du im Tiefbau tätig und arbeitest dort vorzugsweise bei öffentlichen Bauvorhaben. Im privaten Bereich ist man als Straßenbauer zum Beispiel bei Pflasterarbeiten im Gartenbereich oder im Wegebau bei Privatanlagen gefragt.

Aufgaben

  • Vorbereitung
    • Baustellen einrichten und absichern (z. B. Absperrungen und Verkehrsleiteinrichtungen aufstellen)
    • Geräte, Maschinen und Baumaterialien anfordern bzw. transportieren, lagern oder vorbereiten
  • Erdarbeiten ausführen
    • Herstellung des Fahrbahnunterbaus, dafür müssen Bodenmassen mithilfe von Maschinen und Spezialfahrzeugen, z. B. Bagger und Verdichter bearbeitet werden
    • Entwässerungssysteme herstellen und profilieren
  • Oberbau herstellen
    • Frostschutzmaterial einbauen und verdichten
    • Tragschicht einbringen und verfestigen
    • Straßenbelag mithilfe von Baumaschinen (z. B. Asphaltfertiger, Walzen) aufbringen und einebnen
    • Straßenschäden reparieren (Abschnitt abfräsen und neues Belag aufbringen)
  • Randbesteigungen, wie z. B. Bordsteine herstellen
  • Straßenbaumaschinen bedienen und führen
  • Ausführungsqualität prüfen
  • Aufmaß für die Abrechnung erstellen

Ausbildung

Eine Ausbildung zum Straßenbauer dauert 3 Jahre. Für die Ausbildung ist mindestens ein Hauptschulabschluss erforderlich. Außerdem solltest du Spaß an der Arbeit im Freien haben und eine gute körperliche Fitness mitbringen.

Karriere

Du möchtest nach deiner Ausbildung als Straßenbauer besser verdienen und mehr Verantwortung tragen? Dann ist eine Weiterbildung oder Studium empfehlenswert.

Dir stehen sowohl kaufmännische als auch technische Wege offen. Mit einer kaufmännischen Weiterbildung zum Fachwirt hast du später die Möglichkeit in einem Tiefbauunternehmen eine Führungsfunktion oder Projektleiterrolle zu übernehmen. Im technischen Bereich bietet sich ein Studium im Verkehrsingenieurswesen oder Meisterweiterbildung zum Straßenbaumeister an.

Tiefbaufacharbeiter

Der Beruf eines Tiefbaufacharbeiters ist ein Oberbegriff für Fachkräfte, die im Straßenbau, Kanalbau, Rohrleitungsbau, Brunnenbau, Spezialtiefbau oder im Gleisbau tätig sind. Zu den Hauptaufgaben zählen Erdbauarbeiten mithilfe von Baumaschinen.

Aufgaben

  • Baustelle absichern
  • Material lagern
  • Erdarbeiten ausführen
  • Baumaßnahme durchführen
  • Boden verfüllen und verdichten
  • ggf. Oberbau wieder herstellen
  • Qualität der Baumaße prüfen
  • Aufmaß erstellen

Ausbildung

Die Ausbildung zum Tiefbaufacharbeiter dauert 2 Jahre. Nach dem 2. Ausbildungsjahr hast du die Option dich für einen Schwerpunkt im Tiefbau zu entscheiden.

Karriere

Nach deiner Ausbildung zum Tiefbaufacharbeiter kannst du dich auf einen Schwerpunkt im Tiefbau spezialisieren. Ist der Schwerpunkt nicht bereits von deinem Ausbildungsunternehmen vorgeben, dann kannst du frei zwischen den einzelnen Schwerpunkten im 3. Ausbildungsjahr wählen. Zu den Schwerpunkten gehört der Brunnenbau, Gleisbau, Kanalbau, Rohrleitungsbau oder der Straßenbau.

Alternativ hast du die Möglichkeit den Karriereweg eins kaufmännischen Fachwirts oder dein technisches Wissen auszubauen und den Techniker zu machen.

Karriere auf dem Bau und Zukunftsperspektive

Die meisten Unternehmen aus der Baubranche erfreuen sich stets über volle Auftragsbücher. Insgesamt gilt ein Job auf dem Bau als zukunftssicher. Doch es gibt Unterschiede. Während in einer Krise gerne mal Kosten für Gärtner oder im Innenausbau eingespart werden, gilt der Beruf eines Rohrleitungsbauers oder Straßenbauers als krisensicher, da die Infrastruktur dauerhaft gewartet, repariert und erweitert werden muss – ungeachtet von wirtschaftlichen Schwankungen.

Welche Berufe auf dem Bau gibt es?

Im Bauhauptgewerbe gibt es viele handwerkliche Berufe, z. B. im Tiefbau als Gleisbauer, Straßenbauer, Brunnenbauer, Spezialtiefbau, Beton- und Stahlbetonbauer und Ähnliches. Weitere beliebte Jobs ist der Beruf des Maurers, Dachdeckers, Anlagenmechaniker SHK und der Trockenbauer. Aufgrund des Fachkräftemangels werden zunehmend ungelernte Bauhelfer eingestellt.
Berufe auf dem Bau: Aufgaben, Karriere & Jobs.

Welche Berufe auf dem Bau ohne Ausbildung gibt es?

Auf der Baustelle werden nicht nur Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Ausbildung gesucht. Ohne Ausbildung kann man einen Job als Bauhelfer finden. Je nach Spezialisierung auf dem Bau, gibt es unterschiedliche Jobs für Helfer, z. B. als Maurerhelfer, Tiefbauhelfer, Straßenbauhelfer oder Gerüstbauhelfer.
Das sind die unterschiedlichen Berufe auf dem Bau.