Umschulung zur Hebamme

Eine Umschulung zur Hebamme oder zum Geburtshelfer ist genau dann die passende Entscheidung für dich, wenn du emphatisch bist und Spaß an medizinischen Themen hast. Denkst du schön länger über einen Berufswechsel nach? Nutze die Chance einer Umschulung zur Hebamme und wechsle in einen zukunftssicheren Beruf.

Wir sagen dir alles, was du über Dauer, Kosten und Förderungsmöglichkeiten bei der Umschulung zur Hebamme wissen solltest. In unsere Jobsuche findest du zudem die besten Stellenangebote für Hebammen.

Beruf wechseln: Mit einer Umschulung zur Hebamme

Eine Umschulung zur Hebamme kann dir einen zukunftssicheren Job ermöglichen. Möchtest du gerne Hebamme oder Geburtshelfer werden, dann solltest du einige persönliche Voraussetzungen mitbringen. Es ist enorm wichtig, dass du gut mit Menschen umgehen kannst. Außerdem solltest du unbedingt das Interesse an diesem Beruf besitzen. Stressresistenz ist ebenso wichtig.

Obwohl die Geburtenrate in Deutschland rückläufig ist, werden immer noch Hebammen gesucht. Denn die Berufswahl ermöglicht es dir, neben der Arbeit in einer Klinik beispielsweise auch in Geburtshäusern zu arbeiten oder während der Vorbereitung und der Nachsorge tätig zu werden.

Die Arbeitsagentur bietet viele Beratungsangebote rund um die Umschulung und speziell auch für die Umschulung zur Hebamme. Suchst du mehr Informationen, wende dich an die Agentur für Arbeit in deinem Heimatort. Auf der Jobbörse der Arbeitsagentur können Interessierte aktuelle Stellenangebote für Hebammen finden.

Voraussetzungen

Welche Voraussetzungen musst du erfüllen, um die Umschulung zur Hebamme nutzen zu können? Um den Wechsel in dieses Berufsfeld zu absolvieren, darfst du speziell vorab Erfahrung mitbringen. Was genau bedeutet das? Du musst einen Beruf erlernt haben, der in einem ähnliche Schwerpunktbereich befindet. Bist du beispielsweise Krankenschwester oder hast du in einem Pflegeberuf gearbeitet, dann kannst du die Umschulung als Hebamme oder Entbindungshelfer in Betracht ziehen. Persönliches Interesse setzten viele Schulen, die eine Umschulung zur Hebamme anbieten, voraus. Wer den Beruf als Hebamme bereits außerhalb der EU erlernt hat, der kann sich in Deutschland diesen Beruf anerkennen lassen.

Wer?Berufschancen
ohne Ausbildung
und ohne Berufserfahrung
Direkter Einstieg nicht möglich
– Ausbildung als Hebamme
– Umschulung als Hebamme
mit Berufserfahrung in einem ähnlichen Beruf– keine Externenprüfung möglich
– Ausbildung als Hebamme
– Umschulung als Hebamme
abgeschlossene Pflegeausbildung– verkürzte Umschulung nicht möglich
abgeschlossene Hebammenausbildung
(außerhalb der EU)
Anerkennung des Berufsabschluss

Ohne Ausbildung auf Jobsuche? Hier findest du die besten Stellenangebote für Bewerber ohne Ausbildung.

Ablauf & Dauer

Eine Umschulung zur Hebamme ist mit der Ausbildung gleichzusetzen. Du darfst dich darauf einstellen, dass eine Umschulung immer schulisch abläuft. Ebenso wie die Ausbildung. Während der Umschulung erlernt man alle wichtigen Details, die es später benötigt, um eine Anstellung zu finden.

Damit auch ein praktischer Teil in der Umschulung absolviert wird, können die Umschüler und Umschülerinnen sich ein Praktikumsplatz in den Kliniken suchen. Dort erhalten sie die Chance, die theoretisch erlernten Informationen umzusetzen.

Die Umschulung zur Hebamme dauert Vollzeit bis zu drei Jahre. Es ist nicht möglich, diese Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren. Eine berufsbegleitende Umschulung kann also nicht in Betracht gezogen werden.

Du bist dir nicht so wirklich sicher, ob dieser Beruf für dich passend ist. Ob du den Stress und die Aufgaben bewältigst? Kein Problem! Mit dem Online-Eignungstest Check-U von der Arbeitsagentur kannst du herauszufinden, mit welchen Berufsfeldern du dich anhand deiner Stärken und Interessen näher beschäftigen solltest.

Ablauf einer Umschulung zur Hebamme

  1. Überblick über mögliche Berufe verschaffen

    Bevor du dich für den Beruf entscheidest, solltest du dich genauer informieren. Dabei darfst du dir die Frage stellen, ob dieser Beruf wirklich passend für dich ist. Mit dem Eignungstest der ARGE kannst du das herausfinden.

  2. Bei der Arbeitsagentur informieren

    Du hast dich für den Beruf entschlossen und möchtest gerne die Umschulung beginnen, dann informiere dich bei deiner Agentur für Arbeit nach der Umschulung. Dort kannst du ein breites Angebot für die Beratung finden.

  3. Wege zum Berufswechsel prüfen

    Umschulung, Weiterbildung, Externenprüfung oder Quereinstieg – es gibt sehr viele Möglichkeiten, deinen Beruf zu wechseln. Da du dich für den Beruf der Hebamme entschlossen hast, wird die Umschulung vermutlich dein Weg sein.

  4. Dauer und Art der Umschulung klären

    Die Umschulung zur Hebamme wird drei Jahre in Anspruch nehmen. Die Zeit kann nicht verkürzt werden. Es handelt sich um eine Vollzeit-Umschulung. Weitere Informationen dazu kannst du bei deiner Agentur für Arbeit einholen.

  5. Vergütung und finanzielle Fördermöglichkeiten prüfen

    Bei einer dualen Umschulung zur Hebamme erhältst du keine Ausbildungsvergütung im klassischen Sinne. Denn du wirst eine schulische Ausbildung absolvieren. Jedoch kannst du durch die Förderung der ARGE die finanzielle Lage stemmen.

  6. Stellenangebote durchsuchen

    Auf der Jobbörse der Arbeitsagentur und anderen Stellenmärkten werden Jobs für Quereinsteiger angeboten. Darunter auch viele Stellenangebote für angehende Hebammen oder Entbindungshelfer, die einen Berufswechsel planen.

  7. Ausbildungsvertrag unterschreiben

    Der schulische Teil deiner Umschulung findet in einer staatlichen Schule statt, die dir einen Vertrag zur Verfügung stellt. Das Praktikum machst du an einem Ort deiner Wahl, wozu dir ein Praktikumsvertrag zur Unterzeichnung bereitsteht.

Kosten

Der Besuch einer staatlichen Schule ist kostenfrei. Da du jedoch keinen Ausbildungsbetrieb hast, der dir eine Vergütung entrichtet, musst du weiterhin auf die finanzielle Förderung der ARGE vertrauen.

Kostenübernahme durch die Arbeitsagentur

Umschulungskosten können nach dem §§ 81, 82 SGB III durch die ARGE übernommen werden. Du hast also die Chance, Schulmittel und andere anfallende Kosten durch die Förderung der Arbeitsagentur zu finanzieren. Da dir während der Umschulung keine Ausbildungsvergütungen zur Verfügung stehen, ist es notwendig, die finanzielle Unterstützung durch Arbeitslosengeld in Anspruch zu nehmen.

Mögliche Berufe nach der Umschulung

Der Beruf der Hebamme kann an verschiedenen Orten ausgeübt werden. Bekannt ist mit Sicherheit die Klinik, an der die Geburtshilfe angeboten wird. Jedoch hast du als ausgebildete Hebamme oder als Geburtshelfer die Chance, auch in Geburtshäusern oder bei Frauenärzten eine Anstellung zu finden. Selbst die Möglichkeit sich vollkommen selbstständig zu machen und beispielsweise möglich. Dabei betreust du Eltern bei der Entbindung in Kliniken oder zu Hause.

Der Beruf der Hebamme hat sehr viele Bezeichnungen. Darunter Entbindungshelfer und Geburtshelfer. Auch Männer finden mittlerweile einen Zugang zu diesem Beruf, werden jedoch als Geburtshelfer bezeichnet.

Wo kann man sich zur Hebamme umschulen lassen?

Für die Umschulung zur Hebamme wirst du eine staatliche Schule besuchen. Deswegen ist es zu empfehlen, sich die entsprechenden Schulen bei deiner Agentur für Arbeit zu holen. Dort sind meist die zahlreichen ausbildenden Schulen gelistet. Der Ort für dein Praktikum kann dann von dir eigenständig gesucht werden.

Wie anerkannt ist die Umschulung zur Hebamme?

Obwohl die Geburtenraten rückläufig sind, werden Hebammen oder Geburtshelfer immer noch händeringend gesucht. Diese Entwicklung zeigte sich vorwiegend deswegen, weil es kaum Nachwuchs in diesem Berufsfeld gibt. Deswegen kannst du in diesem Rahmen schnell eine berufliche Zukunft anstreben.

Hebamme ohne Ausbildung

Für den Beruf der Hebamme ist eine Ausbildung zwingend erforderlich. Es ist nicht möglich diesen Beruf ohne eine entsprechende Vorausbildung zu absolvieren.

Quereinstieg als Geburtshelfer

Bewerber, die einen schnellen Quereinstieg in diesem Berufsfeld sich wünschen, den müssen wir leider an dieser Stelle enttäuschen. Es ist nicht möglich, den Quereinstieg zu meistern. Denn eine Ausbildung ist zwingend erforderlich. Deswegen musst du unbedingt eine Umschulung in Betracht ziehen.



Du möchtest mehr über deine Möglichkeiten ohne Ausbildung erfahren? Dann findest du hier alles, was du über einen Job ohne Ausbildung wissen musst.

Job als Hebamme

Als Hebamme oder als Geburtshelfer stehen dir viele Türen offen. Du kannst beispielsweise in Kliniken oder Geburtshäusern aktiv werden. Auch als selbstständige Hebamme ist es dir möglich, deine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Wenn du nicht aktiv beim Geburtsvorgang mitwirken möchtest, ist es sogar möglich, Vorbereitungskurse oder die Nachsorgen nach der Geburt ins Auge zu fassen. Auch in diesen Bereichen werden Hebammen gesucht.

Aufgaben einer Hebamme

  • Betreuung und Unterstützung
    • Unterstützung während der Geburt
    • medizinische und beratende Betreuung vor der Geburt
    • Überwachung des Gesundheitszustandes der Mutter und des Kindes
    • Bei Bedarf Eingriff in das Geburtsgeschehen.
    • Unterstützung der Ärzte und Ausführung der medizinischen Anweisungen.
    • Verabreichung von Medikamenten
    • Dokumentation
    • Versorgung des Kindes nach der Geburt
  • Vorbereitung
    • Beratungen zu den Geburtsarten
    • Unterstützung wenige Wochen vor der Geburt (Vorbereitungskurse)
    • Überprüfung des Gesundheitszustandes
  • Nachsorge
    • Betreuung der Eltern nach der Geburt
    • Betreuung des Kindes nach der Geburt
    • Unterstützung bei anfallenden Fragen
Wie lange dauert eine Umschulung zur Hebamme?

Die Umschulung zur Hebamme dauert in der Regel drei Jahre. In dieser Zeit ist eine Vollzeitumschlung angedacht. Eine Verkürzung ist nicht möglich. Die Umschulung findet in einer staatlichen Schule statt. Angeschlossen ist eine Praktikumszeit.

Was verdient man bei einer Umschulung zur Hebamme?

Während der Umschulung zur Hebamme wird das Arbeitsamt für Unterstützung sorgen. Nur selten erhält man von den Praktikumsstellen eine Vergütung.
Dauer & Gehalt: Umschulung zur Pflegefachkraft.