Umschulung zum Konditor

Eine Umschulung zum Konditor kann dir eine neue und positive berufliche Richtung geben. Der Beruf des Konditors gilt als zukunftssicher und bietet viel Abwechslung. Für Quereinsteiger ist die Umschulung oft die beste Wahl, um langfristig in diesen spannenden und vielseitigen Beruf einzusteigen.

In diesem Ratgeber findest du alle wichtigen Informationen rund um die Umschulung zum Konditor, wie zum Beispiel die Dauer, den Kosten und den Förderungsmöglichkeiten. In unserer Jobsuche findest du zudem aktuelle Stellenangebote für Konditoren.

Beruf wechseln: Mit einer Umschulung zum Konditor

Kuchen, Pralinen und andere Leckereien kommen direkt vom Konditor. Oftmals wird angenommen, dass der Beruf des Bäckers das gleiche Aufgabenfeld umreißt. Dem ist jedoch nicht so. Während der Konditor mit Torten, Kuchen und Süßspeisen zu tun hat, ist der Bäcker für Brot, Brötchen und andere Backwaren zuständig.

Konditoren werden ebenso dringend wie Bäcker gesucht. Vor allem im Catering oder in der Konditorei werden ständig fähige Fachkräfte händeringend aufgenommen. Der Beruf des Konditors gilt als zukunftsfähig und bietet deswegen nach deiner Umschulung zum Konditor mehrere aussichtsreiche Jobmöglichkeiten.

Die Arbeitsagentur bietet Beratungsangebote für die Umschulung zum Konditor an. Wir empfehlen dir, dich über aktuelle Fördermöglichkeiten direkt an das Arbeitsamt an deinem Wohnort zu wenden. In der Jobbörse der Arbeitsagentur können Interessierte aktuelle Stellenangebote für Konditoren finden.

Voraussetzungen

Normalerweise durchlaufen Konditoren eine dreijährige Berufsausbildung, die mit einem praktischen Teil in einem Ausbildungsbetrieb verbunden ist. Als Umschüler hat man verschiedene Möglichkeiten. Wahlweise kann man sich für eine duale Umschulung (praktischen Teil im Ausbildungsbetrieb und schulischen Teil in der Berufsschule) entscheiden, falls diese vor Ort möglich ist. Sollte das nicht der Fall sein, kann man auch eine schulische Umschulung zum Konditor absolvieren. Besondere Voraussetzungen sind für die Umschulung nicht nötig. Möchte man die Dauer der Umschulung von drei Jahre auf zwei verkürzen, dann benötigst du Berufserfahrung in einem ähnlichen Berufsfeld. Das könnte die Ausbildung zum Koch oder auch Bäcker sein.

Wer?Berufschancen
ohne Ausbildung
und ohne Berufserfahrung
– Direkter Einstieg als Hilfskraft
– Ausbildung zum Konditor
– Umschulung zum Konditor
mit Berufserfahrung als Hilfskraft– keine Externenprüfung möglich
– Ausbildung als Konditor
– Umschulung als Konditor
abgeschlossene Ausbildung als Bäcker oder ähnlich– verkürzte Umschulung innerhalb der verwandten Berufsgruppen möglich
abgeschlossene Konditorausbildung
(außerhalb der EU)
Anerkennung des ausländischen Berufsabschluss als Konditor

Ohne Ausbildung auf Jobsuche? Hier findest du die besten Stellenangebote für Bewerber ohne Ausbildung.

Ablauf & Dauer

Ein Abschluss nach der Umschulung zum Konditor ist gleichzusetzen mit der regulären Berufsausbildung. Die Umschulung zum Konditor kannst du als duale Ausbildung absolvieren. In diesem Fall musst du einen Ausbildungsbetrieb finden. Diese kooperieren mit einem Bildungsträger, sodass du zusätzlich eine entsprechende schulische Ausbildung erhältst.

Alternativ kannst du eine rein schulische Ausbildung bei einem Bildungsträger in deinem Wohnort machen. Auch in dieser Ausbildung werden dir praktische Lerninhalte vermittelt. Dazu sind entweder Probebetriebe vorhanden oder es sind Praktika in die Umschulung integriert.

Die Umschulung zum Konditor dauert in der Regel 3 Jahre. Du kannst, sofern du einen artverwandten Beruf erlernt hast, diese Umschulung auf 2 Jahre verkürzen. Zu den ähnlichen Berufen gehört unter anderem der Lehrberuf Bäcker oder Koch. Ein Barista kann unter Umständen ebenfalls die Umschulung verkürzen.

Ablauf einer Umschulung zum Konditor

  1. Überblick über mögliche Berufe verschaffen

    Möchtest du einen Berufswechsel? Raus aus dem alten Beruf und rein in ein neues Aufgabenfeld. Dann solltest du vorab prüfen, welche Berufe für dich infrage kommen. Mit dem Online-Eignungstest Check-U von der Arbeitsagentur kannst du herausfinden, ob du wirklich für den Beruf des Konditors geeignet bist. Dort werden deine Stärken und Schwächen analysiert und du kannst herausfinden, ob der Beruf des Konditors zu dir und deinen Fähigkeiten passt.

  2. Bei der Arbeitsagentur informieren

    Bist du dir sicher, dass du den Beruf des Konditors ergreifen möchtest, dann nutze die Umschulung dazu. Die meisten Informationen zur Umschulung zum Konditor bekommst du bei deiner Agentur für Arbeit vor Ort. Erbitte dort einen Beratungstermin.

  3. Wege zum Berufswechsel prüfen

    Umschulung, Weiterbildungen, Quereinstieg oder Externenprüfung – es gibt viele Möglichkeiten, in einen neuen Beruf zu starten.
    Strebst du den Berufswechsel zum Konditor an, dann solltest du zwingend eine Ausbildung vorweisen können oder alternativ eine Umschulung nutzen.

  4. Dauer und Art der Umschulung klären

    Die Umschulung zum Konditor dauert in der Regel 3 Jahre. Sie kann jedoch mit einer vorherigen Ausbildung in einem ähnlichen Beruf verkürzt werden. Ein Berufswechsel ohne Umschulung oder Ausbildung ist in diesem Berufszweig als ungelernter Helfer möglich.

  5. Vergütung und finanzielle Fördermöglichkeiten prüfen

    Entscheidet man sich für eine duale Umschulung zum Konditor, erhält man durch seinen Ausbildungsbetrieb eine Vergütung. Bei einer rein schulischen Umschulung wird weiterhin das Arbeitslosengeld gezahlt.

  6. Stellenangebote durchsuchen

    Die Jobbörse der Arbeitsagentur und anderen Stellenmärkte bieten Jobs für Quereinsteiger. Darunter auch viele Stellenangebote für angehende Konditoren.

  7. Ausbildungsvertrag unterschreiben

    Schlussendlich muss der Ausbildungsvertrag unterzeichnet werden. Dieser kann von einem Bildungsträger oder einem Ausbildungsbetrieb vorgelegt werden.

Kosten

Die Umschulung zum Konditor ist für gewöhnlich kostenfrei. Sowohl der Besuch der Bildungsträger als auch die Umschulung mit einem Ausbildungsbetrieb.

Kostenübernahme durch die Arbeitsagentur

Die Agentur für Arbeit übernimmt in einem Förderauftrag die Kosten für die Umschulung zum Konditor. Laut den §§ 81, 82 SGB III können Umschulungen zum Konditor finanziell durch die Arbeitsagentur gefördert werden. Deswegen werden für die gesamte Zeit der Umschulung die Bildungskosten übernommen. Dazu gehören Schulgebühren und Schulmaterialien. Wurde bereits Arbeitslosengeld gezahlt, wird dieses weiterhin entrichtet. Jedoch kann die Ausbildungsvergütung aus der dualen Umschulung zum Konditor an das Arbeitslosengeld angerechnet werden.

Mögliche Berufe nach der Umschulung

Der Beruf des Konditors ist recht vielseitig. Torten, Gebäck, Kuchen und andere wunderbare Süßspeisen kommen direkt vom Konditor. Der Beruf ist seit vielen Jahren hoch angesehen, sodass in unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen eine Anstellung zu finden ist:

  • Großbäckerei
  • Backbetriebe
  • Gastronomiebetriebe
  • Konditoreien

Wo kann man sich zum Konditor umschulen lassen?

Für eine Umschulung zum Konditor kannst du dir einen Ausbildungsbetrieb suchen. Alternativ hast du die Möglichkeit, die Umschulung mit einem Bildungsträger zu absolvieren. Informiere dich bei deiner Agentur für Arbeit, welche Chance vor Ort für dich bestehen.

Wie anerkannt ist die Umschulung zum Konditor?

Konditoren werden händeringend gesucht. Der Handwerksberuf ist deswegen enorm anerkannt. Denn Torten und Gebäck werden zu verschiedenen Anlässen am liebsten gekauft. Individualität ist dabei besonders bei festlichen Anlässen gefragt.

Konditor ohne Ausbildung

Konditor kannst du nicht ohne Ausbildung werden. Möchtest du dich in einem Betrieb bewerben, dann benötigst du eine Ausbildung zum Konditor oder alternativ eine Umschulung. Der Direkteinstieg in eine Konditorei ohne Ausbildung ist lediglich als Helfer möglich.

Quereinstieg als Helfer

Bewerber, die gerne einen Quereinstieg als Konditor schaffen möchten, können in einer Backstube oder Konditorei als Helfer anfangen. Wer jedoch langfristig in dem Beruf arbeiten möchte, der sollte sich um eine Umschulung zum Konditor bemühen.



Du möchtest mehr über deine Möglichkeiten ohne Ausbildung erfahren? Dann findest du hier alles, was du über einen Job ohne Ausbildung wissen musst.

Job als Konditor

Als Konditor kannst du deine Fähigkeiten in vielen Bereichen einbringen. Gesucht werden Konditoren für Bäckereien und die Konditorei. Selbst in der Gastronomie sind fähige Fachkräfte gefragt.

Aufgaben eines Konditors

  • Herstellung
    • Herstellung verschiedener Teigwaren
    • Prüfung der Rohstoffqualität
    • Berechnung der gewünschten Menge an Zutaten
    • Zubereitung unterschiedlicher Lebensmittel (Torten, Kuchen usw.)
  • Maßnahmen zur Rohstoffbeschaffung
    • Planung des Sortiments
    • Beschaffung von Rohstoffen
  • Reinigungen und Instandhaltungen
    • Reinigung der Backstube, des Arbeitsplatzes
    • Reinigung der Geräte
    • Instandhaltung der Geräte
Wie lange dauert eine Umschulung zum Konditor?

Die Umschulung zum Konditor dauert in der Regel 3 Jahre. Sie kann verkürzt werden, wenn eine Ausbildung in einem ähnlichen Beruf im Lebensmittelhandwerk nachgewiesen werden kann.
Umschulung zum Konditor: Dauer, Kosten & Jobs.

Was verdient man bei einer Umschulung zum Konditor?

Während der Umschulung zum Konditor wird über einen Ausbildungsbetrieb die Ausbildungsvergütung entrichtet. Wird eine schulische Ausbildung angestrebt, dann ist die Fortzahlung von Arbeitslosengeld möglich. Die Ausbildungsvergütung wird auf das Arbeitslosengeld angerechnet.
Dauer & Gehalt: Umschulung zum Konditor.