Umschulung zum Immobilienkaufmann

Angesichts der stetigen Nachfrage an Immobilien und der allgemeinen Attraktivität der Immobilienwirtschaft ist eine Umschulung zum/r Immobilienkaufmann/-frau häufig keine schlechte Wahl. Der Beruf des Immobilienkaufmanns bzw. Immobilienkauffrau ist ein Job mit Zukunft, der zudem sehr gut bezahlt wird. Solltest du also in deinem erlernten Beruf keine Zukunft mehr sehen und ein Gespür für Menschen und Immobilien haben, dann ist diese Umschulung genau das richtige für dich.

In diesem Ratgeber erhältst du alle wichtigen Informationen über die Umschulung zum Immobilienkaufmann oder zur Immobilienkauffrau. Erfahre mehr über Dauer, Kosten und Förderungsmöglichkeiten. In unserer umfangreichen Jobsuche findest du zudem aktuelle Stellenangebote für Immobilienkaufleute in deiner Nähe.

Beruf wechseln: Mit einer Umschulung zum/r Immobilienkaufmann/-frau

Mit einer Umschulung zum/r Immobilienkaufmann/-frau entscheidest du dich für zukunftssichere Berufsperspektive. Möchtest du gerne den Quereinstieg in die Immobilienbranche wagen, dann bietet dieser Beruf dir vielseitige Chancen.

“Gewohnt wird immer”. Das Immobiliengeschäft gilt als krisensicher und bietet neben einem sicheren Arbeitsplatz auch gute Verdienstmöglichkeiten. Für den Job als Immobilienkaufmann/-frau solltest du ein grundlegendes Interesse an Immobilien mitbringen. Immobilienkaufleute werden zwar vielfältig eingesetzt, doch dreht es sich bei der Arbeit meist um die Immobilienwirtschaft.

Die Arbeitsagentur bietet dir für die Umschulung zum/r Immobilienkaufmann/-frau und andere Berufe eine Berufsberatung an. Vereinbare am besten ein Termin mit dem Arbeitsamt in deiner Nähe. Auf der Jobbörse der Arbeitsagentur können Interessierte aktuelle Stellenangebote in der Immobilienwirtschaft finden.

Voraussetzungen

Für Umschulung zum/r Immobilienkaufmann/-frau ist zwingend ein Schulabschluss (Hauptschulabschluss oder besser) erforderlich. Einige Bildungsträger und Ausbildungsbetriebe fordern die Mittlere Reife. In der Regel lassen sich jedoch Möglichkeiten finden, mit einem Hauptschulabschluss eine Umschulung zu finden. Vorteilhaft für die Umschulung sind gute Kenntnisse in den Fächern Deutsch und Mathematik.

Wer bereits eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann im EU-Ausland absolviert hat, der muss in Deutschland sich diesen Beruf anerkennen lassen. Durch eine entsprechende Umschulung oder Weiterbildung ist das jederzeit möglich.

Gut zu wissen: Für den Beruf als Immobilienmakler gibt es keine gesetzlich vorgeschrieben Ausbildung – das macht den Beruf ideal für Quereinsteiger. Damit du als Immobilienmakler tätig werden darf, benötigt man lediglich einen Gewerbeschein, Eigeninitiative, Empathie und Verhandlungsgeschick.

Wer?Berufschancen
ohne Ausbildung
und ohne Berufserfahrung
– Direkter Einstieg als Immobilienmakler
– Ausbildung als Immobilienkaufmann/-frau
– Umschulung zum Immobilienkaufmann/-frau
mit Berufserfahrung in technischen Berufen– Externenprüfung möglich
– Ausbildung als Immobilienkaufmann/-frau
– Umschulung als Immobilienkaufmann/-frau
– Weiterbildung: Betriebswirt/in für Immobilien
abgeschlossene technische Ausbildung (techn. Zeichner)– verkürzte Umschulung mit technischer Ausbildung
abgeschlossene Ausbildung zum Immobilienkaufmann/-frau (außerhalb der EU)Anerkennung des Berufsabschluss

Ohne Ausbildung auf Jobsuche? Hier findest du die besten Stellenangebote für Bewerber ohne Ausbildung.

Ablauf & Dauer

Die Umschulung zum/r Immobilienkaufmann/-frau kann sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit absolviert werden. Das heißt, du kannst die Umschulung auch nebenberuflich schaffen. In Vollzeit dauert die Umschulung bis zu 24 Monate. Für die Umschulung in Teilzeit solltest du 30 Monate einplanen.

Die Inhalte der Umschulungen können je nach Anbieter variieren. Deswegen empfehlen wir dir, dich vorab mit deinem Arbeitsamt in deinem Heimatort zu unterhalten. Die Umschulung kann sowohl dual (Ausbildungsbetrieb und Berufsschule) oder schulisch (Berufsschule) erfolgen.

Bei einer dualen Umschulung zum/r Immobilienkaufmann/-frau suchst du dir einen Ausbildungsbetrieb für den praktischen Teil. Den theoretischen Teil deiner Umschulung wirst du an einer kooperierenden Berufsschule absolvieren.

Du hast bereits eine Ausbildung abgeschlossen? Hast du bereits eine Ausbildung oder eine Umschulung in einem ähnlichen Berufsfeld gemacht, dann kannst du eventuell die Umschulung verkürzen.

Ablauf einer Umschulung zum/r Immobilienkaufmann/-frau

  1. Überblick über mögliche Berufe verschaffen

    Fragst du dich, ob dir dieser Beruf wirklich Spaß machen kann? Möchtest du mehr über deine Qualifikationen wissen? Checken kannst du das mit dem Online-Eignungstest Check-U von der Arbeitsagentur. Über diesen kannst du mehr über deine Stärken herausfinden und ob diese in den Berufszweig passen.

  2. Bei der Arbeitsagentur informieren

    Hast du den Entschluss gefasst, dich als Immobilienkaufmann/-frau umschulen zu lassen, dann steht als nächster Schritt der Gang zu der Arbeitsagentur an. Dort solltest du dich über alle Finanzierungsmöglichkeiten, Umschulungen und Fördermöglichkeiten im Rahmen einer Berufsberatung informieren lassen.

  3. Wege zum Berufswechsel prüfen

    Umschulung, Weiterbildung, Externenprüfung oder Quereinstieg – viele Wege führen an dein Ziel. Mit dem Wunsch, Immobilienkaufmann oder -frau zu werden, solltest du die Umschulung in Betracht ziehen. Möchtest du hingegen als Immobilienmakler tätig werden, dann ist der Direkteinstieg (ohne Ausbildung, Umschulung) ebenfalls möglich.

  4. Dauer und Art der Umschulung klären

    Die Umschulung zum/r Immobilienkaufmann/-frau kann bis zu 24 Monate dauern, wenn du dich für eine Vollzeit-Umschulung interessierst. Möchtest du berufsbegleitend eine Umschulung machen, dann kann die Umschulung auch in Teilzeit gemacht werden. In Teilzeit verlängert sich die Dauer der Umschulung um weitere 6 Monate auf 30 Monate.

  5. Vergütung und finanzielle Fördermöglichkeiten prüfen

    Die Umschulung kann sowohl schulisch als auch dual absolviert werden. Bei einer dualen Ausbildung erhältst du vom Ausbildungsbetrieb eine Vergütung. Bei einer schulischen Ausbildung wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt. Dafür ist es aber möglich, dass du durch die Arbeitsagentur gefördert wirst (z. B. Fortzahlung vom Arbeitslosengeld).

  6. Stellenangebote durchsuchen

    Die Jobbörse der Arbeitsagentur und zahlreiche andere Stellenmärkte bieten dir eine große Auswahl an Jobs für Quereinsteiger. Darunter auch viele Stellenangebote für angehende Immobilienkaufleute.

  7. Ausbildungsvertrag unterschreiben

    Bei einer dualen Umschulung zum Immobilienkaufmann oder zur Immobilienkauffrau unterschreibst du einen Ausbildungsvertrag mit deinem Unternehmen. Bei einer rein schulischen Umschulung wirst du mit dem Bildungsträger einen Vertrag unterschreiben.

Kosten

Wer übernimmt die Kosten für eine Umschulung zum/r Immobilienkaufmann/-frau? Für den Besuch einer staatlichen Berufsschule fallen keine Kosten an. Erfolgt die Umschulung bei einem privaten Anbieter und schulisch, dann übernimmt die Arbeitsagentur nach Antrag die Kosten für die Umschulung.

Kostenübernahme durch die Arbeitsagentur

Die Arbeitsagentur ist nach §§ 81, 82 SGB III dazu verpflichtet, Umschulungen finanziell zu unterstützen. Durch diese Förderungen ist es der Agentur für Arbeit möglich, Teilnehmergebühren und andere anfallende Kosten (z. B. Lernmaterialien oder Anfahrtskosten) zu finanzieren. Für die Dauer der Umschulung ist es ebenfalls möglich, dass dein Arbeitslosengeld weiter gezahlt wird. Einkünfte werden jedoch auf die Leistungen angerechnet.

Mögliche Berufe nach der Umschulung

Der Beruf des Immobilienkaufmanns oder der Immobilienkauffrau wird vielfältig in der Immobilienbranche eingesetzt. In diesen Bereichen werden in der Regel Immobilienkaufleute eingesetzt:

  • Facility-Management
  • Hausverwaltungen
  • Immobilienmaklerbüro
  • Wohnungsbaugenossenschaften
  • Wohnungsunternehmen

Möchtest du schon jetzt mehr über deine Berufschancen wissen, dann wenden dich an die Berufsberatung der Agentur für Arbeit.

Wo kann man sich zum/r Immobilienkaufmann/-frau umschulen lassen?

Du kannst deine Umschulung sowohl schulisch als auch dual absolvieren. Für eine schulische Umschulung solltest du dich direkt an die Arbeitsagentur wenden. Für eine duale Umschulung solltest du dir einen Ausbildungsplatz bzw. einen Ausbildungsbetrieb suchen.

Wie anerkannt ist die Umschulung zum/r Immobilienkaufmann/-frau?

Die Immobilienbranche wird von vielen Arbeitnehmern als krisensicher und attraktiv eingeschätzt. Nach deiner Umschulung hast du mit hoher Wahrscheinlichkeit eine sichere berufliche Zukunft vor dir. Es werden immer Wohnungen oder Häuser gemietet, vermietet, verkauft oder auch gekauft. Selbst in der gewerblichen Immobilienbranche kannst du Fuß fassen. Bei vielen Transaktionen sind Immobilienfachleute beteiligt. Es geht immerhin meist um viel Geld und der Rat von Immobilienkaufleuten ist gefragt.

Immobilienkaufmann/-frau ohne Ausbildung

Den Beruf als Immobilienkaufmann oder als Immobilienkauffrau kannst du im vollen Umfang nur mit einer Ausbildung durchführen. Verkaufstalente, mit Interesse an Immobilien, können über eine Karriere als Immobilienmakler nachdenken. Als Immobilienmakler ist es auch möglich, ohne Ausbildung einen Job zu finden.

Quereinstieg als Immobilienmakler

Bewerber, die einen Schnelleinstieg vorsehen, können lediglich als Bürohilfe in einem Maklerbüro oder einer Wohnungsverwaltung tätig werden. Denn die Ausübung des Jobs als Immobilienkaufmann/-frau ist nur mit einer Ausbildung möglich.

Für den Beruf des Immobilienmaklers hingegen ist keine Ausbildung erforderlich, da es sich um keinen geschützten Beruf handelt. Für den Job als Immobilienmakler solltest du jedoch ein grundlegendes Interesse an Immobilien, Empathie und Verkaufstalent mitbringen.



Du möchtest mehr über deine Chancen ohne Ausbildung erfahren? Dann findest du hier alles, was du über einen Job ohne Ausbildung wissen musst.

Job als Immobilienkaufmann/-frau

Der Job als Immobilienkaufmann/-frau bringt sehr viel Abwechslung mit sich. Du kannst dich also nach deiner Umschulung auf ein spannendes Berufsfeld freuen. In vielen Bereichen darfst du zudem mit einem überdurchschnittlich gutem Gehalt rechnen. Oft verdienen Immobilienkaufleute etwas mehr als Angestellte mit einer abgeschlossenen Umschulung zum/r Bürokaufmann/-frau.

Aufgaben eines/r Immobilienkaufmann/-frau

  • Immobilienmanagement
    • Verwaltung von Wohnungen, Häusern und Immobilien
    • Bewertung von Immobilien
    • Beratung zum Thema Kauf, Verkauf, Miete
    • Beurteilung des Sanierungsbedarfs
    • Kundenbetreuung
  • Wirtschaftliche Aufgaben
    • Buchhaltung
    • Wirtschaftlichkeitsprüfung von Immobilien
    • Ausschreibungen von Immobilien
    • Mietverträge vorbereiten
    • Kaufverträge vorbereiten
    • Kostenkalkulation
Wie lange dauert eine Umschulung zum/r Immobilienkaufmann/-frau?

Die Vollzeitausbildung im Rahmen der Umschulung dauert 24 Monate. Wird eine Umschulung in Teilzeit angestrebt, verlängert sich die Dauer der Umschulung um weitere 6 Monate auf insgesamt 30 Monate.
Umschulung zum/r Immobilienkaufmann/-frau: Dauer, Kosten & Jobs.

Was verdient man bei einer Umschulung zum/r Immobilienkaufmann/-frau?

Während der Umschulung erhalten angehende Kaufleute eine Vergütung durch den Ausbildungsbetrieb. Das Einkommen wird möglicherweise auf Sozialleistungen (wie z. B. Arbeitslosengeld) angerechnet. Bei einer schulischen Umschulung besteht die Möglichkeit einer Fortzahlung des Arbeitslosengeldes.
Dauer & Gehalt: Umschulung zum Immobilienkaufmann bzw. zur Immobilienkauffrau.