Umschulung zum Berufskraftfahrer

Mit einer Umschulung zum Berufskraftfahrer kannst du eine neue berufliche Perspektive bekommen. Berufskraftfahrer können sowohl im Personenverkehr als auch im Güterverkehr tätig sein. Damit steht dir mit einer Umschulung zum Berufskraftfahrer ein breites Spektrum an Einsatzgebieten (z. B. als LKW-Fahrer oder Busfahrer) offen.

In diesem Ratgeber findest du alle Informationen rund um die Umschulung zum Berufskraftfahrer für den Güter- und Personenverkehr. Erfahre mehr über Kosten, Dauer und Förderungsmöglichkeiten bei der Umschulung zum Berufskraftfahrer. In unserer Jobsuche findest du zusätzlich die besten Stellenangebote für Berufskraftfahrer.

Beruf wechseln: Mit einer Umschulung zum Berufskraftfahrer

Eine Umschulung zum Berufskraftfahrer ermöglicht dir eine zukunftssichere Perspektive. Denn Prognosen zufolge werden in den nächsten Jahren mehr als 100.000 Berufskraftfahrer in Deutschland gesucht. Grund dafür ist das Rentenalter, wodurch sehr viele Angestellte in dieser Branche wegfallen werden und die Stellen neu besetzt werden müssen.

Planst du dich beruflich neu zu orientieren, dann ist die Umschulung zum Berufskraftfahrer mit Sicherheit ein Weg mit Zukunft. Das Berufsbild des Berufskraftfahrers ist ideal für Quereinsteiger und Berufserfahrene, die sich vielleicht im Güterverkehr auskennen, Spaß an einer selbständigen Arbeit haben und umschulen möchten.

Die Arbeitsagentur bietet interessierten Bewerbern sehr viele Informationen für die Umschulung zum Berufskraftfahrer an. Wer mehr Informationen zu den Förderungsmöglichkeiten wünscht, sollte sich direkt an die ARGE in seinem Wohnort wenden. Auf der Jobbörse der Arbeitsagentur haben Interessierte die Chance, die Stellenangebote für Berufskraftfahrer im Güter- und Personenverkehr zu finden.

Voraussetzungen

Die Zulassungsvoraussetzungen für eine Umschulung zum Berufskraftfahrer sind recht gering, sodass jeder eine Chance bekommt, sich umschulen zu lassen. Umschüler, die Berufskraftfahrer werden wollen, sollten jedoch bedenken, dass es Unterschiede in den Zugangsvoraussetzungen geben kann, da verschiedenen Unternehmen und Bildungsträger die Umschulung zum Berufskraftfahrer anbieten.

Viele Jahre bestand die Vermutung, dass es ausreichend ist, einen LKW-Führerschein zu besitzen, um beispielsweise als Berufskraftfahrer im Güterverkehr tätig zu sein. Jedoch sind in diesem Berufszweig weit mehr Kenntnisse als nur ein Führerschein nötig.

Möchtest du als Quereinsteiger den Berufseinstieg wagen, ist eine Umschulung demnach genau das Richtige für dich. Wichtige Voraussetzungen für die Umschulung ist deine gesundheitliche Eignung und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein. Zusätzlich verlangen die meisten Unternehmen eine gute Orientierungs- und Reaktionsfähigkeit. Das Mindestalter ist für diese Umschulung zum Berufskraftfahrer recht unterschiedlich geregelt. Deswegen empfehlen wir vorher eine Information über den Bildungsträger oder den Betrieb einzuholen. In der Regel sollte man jedoch nicht älter als 50 Jahre für die Umschulung zum Berufskraftfahrer sein.

Quereinsteiger aus dem EU-Ausland müssen ihren Führerschein und auch die Eignung zum Führen eines LKW oder eines Personenfahrzeuges neu anerkennen lassen. Grund hierfür sind verschiedenen Verkehrsregeln und Gesetzmäßigkeiten, die in Deutschland abweichend geregelt sind.

Wer?Berufschancen
ohne Ausbildung
und ohne Berufserfahrung
– Quereinstieg mit LKW- oder Busführerschein möglich
– Ausbildung zum Berufskraftfahrer
– Umschulung zum Berufskraftfahrer
mit Berufserfahrung als Berufskraftfahrer Güter- oder PersonenverkehrExternenprüfung möglich
– Umschulung zum Berufskraftfahrer Güter- oder Personenverkehr
abgeschlossene Ausbildung als Berufskraftfahrer– verkürzte Umschulung innerhalb des Berufszweiges möglich
abgeschlossene Ausbildung als Berufskraftfahrer (außerhalb der EU)Anerkennung des Berufsabschlusses

Ohne Ausbildung auf Jobsuche? Hier findest du die besten Stellenangebote für Bewerber ohne Ausbildung.

Ablauf & Dauer

Die Umschulung zum Berufskraftfahrer dauert in der Regel 24 Monate. In dieser Zeit werden dem Umschüler als technischen und fachlichen Kenntnisse vermittelt, die es für den jeweiligen Beruf zu wissen gibt. Selbstverständlich ist der Erwerb eines LKW- bzw. Busführerscheins ein wichtiger Bestandteil der Umschulung. Die Umschulung dauert 24 Monate und ist somit 12 Monate kürzer, als die reguläre duale Berufsausbildung zum Berufskraftfahrer.

Die Umschulung kann verkürzt werden, wenn bereits ein LKW- oder Busführerschein besteht. In diesem Fall verzichten viele Bildungsträger auf den praktischen Teil und vermitteln lediglich innerhalb von 10 Wochen die wichtigen theoretischen Informationen.

Während der regulären Dauer der Umschulung über 24 Monaten kann der Schüler sowohl praktischen Erfahrungen in der Fahrschule als auch in einem Ausbildungsbetrieb sammeln, der für die Umschulung zur Verfügung steht. Das bedeutet oftmals ein Mitfahren in Bussen und Lastkraftwagen. Hier kommt es auf den gewählten Berufsweg an, ob du LKW-Fahrer (Waren transportieren) oder Busfahrer (Menschen befördern) werden möchtest.

Ablauf einer Umschulung zum Berufskraftfahrer

  1. Überblick über mögliche Berufe verschaffen

    Passt der Job als Berufskraftfahrer zu dir? Bist du dir sicher, dass deine Stärken dort optimal genutzt werden können? Erfahren kannst du das, mit dem Online-Eignungstest Check-U von der Arbeitsagentur. Dort werden deine Stärken und Schwächen analysiert und dir wird aufgezeigt, welcher Berufsweg für dich der optimale ist.

  2. Bei der Arbeitsagentur informieren

    Du hast dich für den Beruf des Berufskraftfahrers entschieden? Informiere dich als Nächstes bei der Agentur für Arbeit über Umschulungsmöglichkeiten und Förderarten, um auch weiterhin Geld zu erhalten oder die Kosten für die Umschulung finanziert zu bekommen.

  3. Wege zum Berufswechsel prüfen

    Weiterbildung, Umschulung, Externenprüfung oder Quereinstieg – es gibt sehr viele Wege den Beruf zu wechseln. Um Berufskraftfahrer zu werden, ist jedoch eine Umschulung oder zumindest ein Bus- oder LKW-Führerschein nötig.

  4. Dauer und Art der Umschulung klären

    Eine Umschulung zum Berufskraftfahrer ist von der Dauer her nicht mit der Ausbildung zu vergleichen. Die reguläre Ausbildung geht normalerweise 3 Jahre. Die Umschulung zum Berufskraftfahrer für den Personen- oder Güterverkehr ist kürzer und dauert lediglich bis zu 24 Monate. Besteht bereits ein Führerschein, dann ist eine weitere Verkürzung der Umschulung möglich.

  5. Vergütung und finanzielle Fördermöglichkeiten prüfen

    Die Förderung von der Arbeitsagentur oder die Vergütung von deinem Ausbildungsbetrieb kann unterschiedlich sein. Bei einer dualen Umschulung wird die Vergütung durch den Ausbildungsbetrieb finanziert. Handelt es sich um eine schulische Umschulung, dann wird in der Regel Arbeitslosengeld gezahlt.

  6. Stellenangebote durchsuchen

    Auf der Jobbörse der Arbeitsagentur und weiteren Stellenmärkten werden Jobs für Quereinsteiger vorgestellt. Darunter auch viele Stellenangebote für angehende LKW-Fahrer oder Busfahrer, die einen Wechsel in den Berufszweig planen.

  7. Ausbildungsvertrag unterschreiben

    Der betriebliche Teil der Umschulung zum Berufskraftfahrer findet in einem Betrieb für Logistik und Güterverkehr statt oder einem Unternehmen für den Personenverkehr. Bei einer dualen Umschulung wird der Ausbildungsvertrag mit dem Ausbildungsbetrieb geschlossen. Bei einer schulischen Ausbildung hingegen wird der Ausbildungsvertrag mit dem Bildungsträger (Berufsschule) geschlossen.

Kosten

Der Besuch einer staatlichen Schule ist meist kostenfrei. Wird eine duale Umschulung zum Berufskraftfahrer angeboten, übernimmt der Ausbildungsbetrieb die Vergütung. Sollte kein Betrieb für die Umschulung gefunden werden, dann können die Kosten für die Umschulung durch die Agentur für Arbeit (Arbeitsamt) übernommen werden.

Kostenübernahme durch die Arbeitsagentur

Die Umschulungen zum Berufskraftfahrer kann nach dem §§ 81, 82 SGB III durch die Arbeitsagentur übernommen werden. Das Arbeitsamt unterstützt Arbeitslose bei der Durchführung einer Umschulung. Bist du bereits arbeitslos gemeldet, wird das Arbeitsamt dein Arbeitslosengeld bei einer schulischen Umschulung weiterhin zahlen. Bei einer dualen Umschulung in einem Betrieb wird jedoch die Vergütung durch einen Ausbildungsbetrieb auf das Arbeitslosengeld angerechnet werden.

Mögliche Berufe nach der Umschulung

Der Beruf des Berufskraftfahrers ermöglicht es den Interessenten in verschiedenen Bereichen tätig zu werden. Berufskraftfahrer werden im logistischen Bereich und im Personenverkehr eingesetzt. Entscheidest du dich für diesen Beruf, dann kannst du in diesen Wirtschaftsbereichen eine Anstellung finden:

  • Busunternehmen
  • Reiseunternehmen
  • Logistikunternehmen
  • Transportfirmen
  • Kurierdienste

Die Umschulung kann sich je nach späterem Einsatzgebiet unterschiedlich gestalten.

Wo kann man sich zum Berufskraftfahrer umschulen lassen?

In der Regel wird für die Umschulung zum Berufskraftfahrer ein Ausbildungsbetrieb benötigt. Dieser übernimmt den praktischen Teil der Umschulung. Oftmals sind Unternehmen mit Bildungsträgern verbunden, sodass eine schulische Ausbildung dann in den verpartnerten Schulen stattfindet. Ähnlich sieht es mit der Fahrschule aus, wo du deinen LKW- oder Busführerschein machen wirst.

Wie anerkannt ist die Umschulung zum Berufskraftfahrer?

Die Logistikbranche sucht verstärkt seit einigen Jahren Berufskraftfahrer, da das Aufkommen der zu befördernden Güter immer größer wird. Die Aussichten auf eine langjährige Anstellung ist also als Berufskraftfahrer gut. Auch der Öffentliche Nahverkehr ist stark daran interessiert, neues Personal zu finden.

Berufskraftfahrer ohne Ausbildung

Für den Beruf des Berufskraftfahrers ist zwingend eine Umschulung oder Ausbildung nötig. Es reicht nicht aus, den Führerschein in den entsprechenden Spezialisierungen zu erweitern. Liegt bereits ein Führerschein für Bus oder LKW vor, dann kann die Umschulung jedoch stark verkürzt werden.

Quereinstieg als Berufskraftfahrer

Bewerber, die einen Quereinstieg in diesen Beruf wünschen, werden leider enttäuscht. Es ist notwendig, eine Umschulung zu absolvieren. Hat man bereits Berufserfahrung im Personenverkehr, kann man eine verkürzte Umschulung nutzen, um beispielsweise im Güterverkehr zu beginnen.



Du möchtest mehr über deine Möglichkeiten ohne Ausbildung erfahren? Dann findest du hier alles, was du über einen Beruf ohne Ausbildung oder Schulabschluss wissen musst.

Job als Berufskraftfahrer

Der Beruf des Berufskraftfahrers kann sich sehr unterschiedlich gestalten. Die Tätigkeitsfelder orientieren sich nach dem jeweiligen Einsatzgebiet. Wer als Busfahrer eingesetzt wird, hat andere Aufgaben zu bewältigen als ein LKW-Fahrer. Auch innerhalb des Güterverkehrs kann man verschiedenen Aufgabengebiete finden. Diese richten sich nach der Art der transportierten Waren. Außerdem hat ein LKW-Fahrer im Fernverkehr andere Aufgaben als ein Fahrer im Nahverkehr.

Aufgaben eines Berufskraftfahrers

  • Transport
    • der Transport von Gütern
    • Planung von Routen im Transportwesen
    • der Transport von Personen nach einer vorgegebenen Route
    • Unterstützung beim Aussteigen und Einsteigen hilfsbedürftiger Personen
    • Weitergabe von Informationen an die Gäste/ Beratung
  • Maßnahmen zur Ladungssicherung (Güterverkehr)
    • Verladen von Gütern
    • Sicherung der Güter
    • Prüfung von Transportgewichten
    • Ausstellen der notwendigen Dokumente
  • Unterstützung bei der Instandhaltung der Fahrzeuge
    • Pflege der Fahrzeuge
    • Reparaturen am Fahrzeug, sofern möglich
    • Durchführung spezieller Reinigungsverfahren im Güterverkehr (Lebensmitteltransport usw.)
Wie lange dauert eine Umschulung zum Berufskraftfahrer?

Wer ohne Vorkenntnisse in die Umschulung zum Berufskraftfahrer startet, kann mit einer Dauer von 24 Monaten rechnen. Es lassen sich je nach Bildungsträger jedoch auch Unterschiede in der Dauer der Umschulung feststellen.
Umschulung zum Berufskraftfahrer: Dauer, Kosten & Jobs.

Was verdient man bei einer Umschulung zum Berufskraftfahrer?

Während einer Umschulung erhalten angehende Berufskraftfahrer eine Ausbildungsvergütung durch den Ausbildungsbetrieb. Findet eine rein schulische Ausbildung statt, wird in der Regel das Arbeitslosengeld weiter gezahlt.
Berufskraftfahrer werden: Dauer und Gehalt während der Umschulung.